Neue Bescheidenheit

December 19th, 2008 von Marc Mouci

Vor 2 Tagen erhielten die UBS-Kunden Post. Ein unscheinbarer Brief von der Direktion. Darin entschuldigt sie sich für Fehler, die ihr in den letzten Jahren unterlaufen ist und weist auf das unvorhersehbare Geschehen auf den Finanzmärkten hin. Der Kunde wird im Schreiben gar dazu aufgefordert, Kommentare oder Anregungen zu Themen rund um die UBS zu liefern. Das ist doch etwas ungewöhnlich.

Die UBS übt sich in neuer Bescheidenheit und versucht so, das Vertrauen der Kunden zurück zu gewinnen. In den Medien entdeckt man die Inserate mit Kunden, die der UBS das Vertrauen aussprechen und vor einigen Tagen hat die Bank die Zinsen für neues Geld auf den Sparkonti um ein halbes Prozent angehoben.

Das verlorene Vetrauen zurück zu gewinnen, wird nicht einfach sein. Und es fragt sich auch, ob diese neue Bescheidenheit bei den Kunden auch wirklich so rüberkommt. Da ist doch der Schritt der Credit Suisse, ihre  Investmentbanker mit Schrottpapieren zu belohnen, doch etwas effektvoller.

Mitsprache im Wandel (follow up)

December 17th, 2008 von Roman Högg

Das Online-Team von Barack Obama hat sein Versprechen gehalten und offizielle Antworten zu den populärsten Fragen aus der Onlinecommunity ins Netz gestellt. Nicht nur das, sie haben sich – nach eigenen Angaben – sämtliche Einträge auf der Plattform angeschaut. Wer sich die Fragen und Diskussionsbeiträge ebenfalls durchlesen will, der kann sie sich als Textdatei runterladen.

Mitsprache im Wandel

December 11th, 2008 von Roman Högg

Barack Obama halt viel zu tun. Alle wollen Geld vom Staat, das Gesundheitssystem will verbessert werden, die Infrastrukur kostet Geld, im In- wie auch Ausland wird das Ende der militärischen „Alleingangs-Strategie“ gefordert, und und und…

Um herauszuspüren, was den Leuten am meisten unter den Nägeln brennt, hat man kurzerhand eine Webseite aufgeschaltet, auf der alle ihre Wünsche anbringen und die Einträge aller anderen bewerten können. Eine nette Idee –notabene einmal mehr eine Plattform von Google – die auch viele ernsthafte Anliegen aufnimmt. Wenig überraschend sind aber auch einige Perlen darunter, die Barack Obama wohl eher nicht umsetzen wird. Mein persönlicher Favorit ist die Frage, ob er das Gesetz der Schwerkraft abschaffen werde. Schliesslich ziehe das die Leute doch so sehr runter…

Markenschutz im Internet

December 8th, 2008 von Claudio Büttler

Das Online Monitoring dürfte mittlerweile bei jeder grösseren Unternehmung in der Schweiz angelangt sein. Dabei geht es aber nicht nur um die Aggregation von News aus dem Internet und die Früherkennung von möglichen Krisenherden. Immer mehr geht es auch um den Schutz der eigenen Marke. Stritt man sich vor einigen Jahren noch um URL’s (so z.B. auch die deutsche Bundesregierung >> Link) gilt es heute seinen Markennamen im Social Web zu verteidigen. Ein Tool das dabei helfen kann, ist Usernamecheck. Mit Usernamecheck kann man mit einem Klick bei über 60 verschiedene Social Media Websites überprüfen, ob bereits ein Username mit dem eigenen Brand besteht oder nicht. Dieses Tool ist somit ein weiteres, kleines Steinchen im Online Monitoring Mosaik.

Der Wolf im Schafspelz oder “Warum nicht alles innovativ ist, was sich Open Innovation schreibt”

November 26th, 2008 von Claudio Büttler

Im Bereich der Open Innovations sind  zurzeit zwei verschiedene Tendenzen auszumachen. Unten stehend findet sich eine kurze, kritische Betrachtung der beiden Tendenzen:

1. Die Unternehmen versuchen möglichst vielen Konsumenten für Feedbacks zu gewinnen

2. Grössere Unternehmen kaufen kleine, innovative Firmen oder deren Ideen auf (Link)

 

1. Möglichst viel Feedback

Die erste Tendenz wurde hier auch schon diskutiert.  Die Beispiele von Tchibo und Starbucks sind nur einige aus einer ganzen Liste. Auch Kraft Foods wandelt auf den Pfaden der Probierpioniere. Diese Plattformen haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung, haben aber nicht viel mit Open Innovations zu tun. Das Konzept der Open Innovations baut auf ein Geben und Nehmen zwischen Unternehmung und Konsumenten. Die Unternehmung sollte begeisterten Kunden die Möglichkeit geben, wirklich an Innovationen mitzuarbeiten. Dies kann geschehen, in dem die Kunden in den Entwicklungsprozess integriert und offene Schnittstellen geschaffen werden. Es geht nicht darum, mittels Produktsamples oder Gutscheinen möglichst viele extrinsisch motivierte Teilnehmer zu finden (z.B. mittels Cassiber oder WebStorm) und Feedback zu bestehenden Produkten abzufragen. 

 

2. Ich kauf mir die Innovation

Dass kleine Firmen oftmals mehr Innovationskraft an den Tag legen, als grosse Unternehmen, ist nicht weiter verwunderlich. Grosse Firmen bringen meist starre Strukturen mit sich, die nicht gerade eine Inspirationsumgebung für neue Ideen darstellen. Selbst einer der grössten Innovatoren unserer Zeit, Google, kauft viele Ideen ein um sie dann selber weiterzuentwickeln (YouTube, Blogger.com, JotSpot, etc.). Diese Idee ist also nicht neu und ist meiner Meinung nach auch nicht eine reine Form der Open Innovations. 

 

Fazit

Folgende Punkte sollten für eine erfolgreiche Integration von Open Innovations beachtet werden (Ergänzungen herzlich willkommen):

- Identifizierung von einer kleiner Gruppe motivierter Kunden

- Einbezug der Personen bereits bei der Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen

- Zugang zu Unternehmens-Know-how

- Zusammenarbeit mit der internen R&D-Abteilung

- Klare Aufgabenstellungen

- Einfache Collaborationsmöglichkeiten

- Wärtschätzung

Eine Plattformen, die viele der oben erwähnten  Punkte erfüllt, ist  Atizo, über die wir bereits hier berichtet haben. Im Moment sind gerade wieder mehrere spannende Projekte am Laufen.

Auf Unternehmensebene ist Lego wohl noch immer das Paradebeispiel. 

Was sind für euch Paradebeispiele von Open Innovations?

Video-Epidemien

November 18th, 2008 von Roman Högg

Vergleiche mit der Biologie sind in der Informatik weit verbreitet. Programmfehler sind Bugs, schädliche Programme sind Viren oder Pferde (na ja, trojanische Pferde) und neu zeigen Onlinevideos das Verhalten von Epidemien. Zwei ETH-Forschern sei dank, ist es bald kein Geheimnis mehr, welches Video niemanden interessiert und welches geradezu erdbebengleiche Wirkung (inklusive Nachbeben) zeigen wird. Wie ihre Forschung gezeigt hat, ist die Aufmerksamkeit von YouTube Nutzern besser berechenbar, als wohl viele von uns gedacht hätten. Die Resultate der zwei Jahre dauernden Untersuchung der erfolgreichsten YouTube Videos deuten darauf hin, dass - aufgrund von Tendenzen - vorab prognostiziert werden kann, welches Video der nächste grosse Zuschauermagnet werden wird. Wenn sich diese Resultate auch auf andere Produkte übertragen lassen, ist die ETH dabei wohl dem heiligen Gral des Marketing auf der Spur. Niemand müsste im Überfluss produzieren, nur um dann zu merken, dass die Nachfrage nach einem Produkt wohl doch geringer ist, als erwartet oder auch nur früher abflacht.

via heise.de

Yes we can - wenn’s sein muss

November 18th, 2008 von Bernhard Schmid

“Yes, we can”, Schlagwort der Stunde im amerikanischen Wahlkampf und hoffnungsvolle Losung für eine bessere Welt. Die drei Wörter, vorderhand untrennbar mit Barack Obama verbunden, sind geballte Kraft und mit Sieg und Erfolg besiegelt.

Grund genug für einen billigen Dreisatz? Im aargauischen Wahlkampf anscheinend schon. Seit ein paar Tagen zieren nämlich ebendiese drei Wörter das Wahlplakat einer Regierungsratskandidatin. Etwas viel Abklatsch meine ich.

Die aktuelle Alternative stammt von Christoph Blocher. Seine Parole für den Bundesrats-Wahlkampf: “Wenn es sein muss, dann mache ich es.” Oje.

Basics der Mensch-Maschine-Kommunikation

November 11th, 2008 von Roman Högg

Hier bei Newlandsolution mögen wir Computer und gelegentlich reden wir auch mit ihnen. Dabei lässt sich nicht leugnen, dass Microsoft daran eine Mitschuld trägt. Nicht, wegen der Betriebssysteme oder dem Office Paket, sondern wegen dem „Beginner’s All-purpose Symbolic Instruction Code“, besser bekannt als BASIC. Für mich persönlich ist es die Sprache, die mich zum ersten Mal dem Computer mitteilen liess, was er zu tun hatte.

Microsoft hat BASIC zwar nicht erfunden, hat aber dafür gesorgt, dass ich meine ersten Programmiererfahrungen auf dem Commodore AMIGA (AmigaBasic war auch von Microsoft) und später unter DOS machen konnte. QBASIC war ein fester Bestandteil jedes Microsoft Betriebssystems, bis nach Windows98 beschlossen wurde, es nicht mehr mitzuliefern.

Mit dem eher bescheidenen Erfolg von Vista scheint sich Microsoft vermehrt auf die Nutzer zu hören und sich auf alte Werte zu besinnen. Über das zukünftige Windows 7 lässt sich bislang nur spekulieren, bereits erschienen ist aber SmallBasic. Das bewusst einfache gehaltene und kostenlose BASIC richtet sich an Programmieranfänger und Kinder, die eine einsteigerfreundliche Sprache suchen.

Virales Marketing durch mediumsgerechte Kommunikation

November 10th, 2008 von Claudio Büttler

Viele Unternehmen sind heute leider noch immer unsicher im Umgang mit neuen Medien und speziell mit Kritik, welche über diese neuen Kanäle geäussert wird. Nicht ohne Grund verzichten noch immer viele Firmen auf einen Blog oder haben Angst vor der Konfrontation mit dem Kunden im Internet.

Electronic Arts (EA), der Videospiele-Hersteller, hat vor kurzem eindrücklich gezeigt, wie man mediumsgerecht auf Kritik eingeht. (Quelle)

Ein findiger Gamer des neusten Golf-Spiels hatte bemerkt, dass Tiger Woods bei einem Schlag über das Wasser gehen kann. Dieser Fehler hat er gefilmt und auf YouTube gestellt.

Doch anstatt den Gamer zu verwarnen oder gar abzustrafen, hatten die Werber von EA eine viel bessere Idee:

Zwei wichtige Punkte möchte ich dabei speziell hervorheben:

1. Ein gut strukturiertes Online-Monitoring ist heute unerlässlich und dient nicht nur zur Frühwarnung allfälliger Krisen.

2. Erfolgreiches virales Marketing, gerade im Videobereich, kostet Geld. Es muss ja nicht gleich Tiger Woods sein, aber die Zeiten, in denen 14-jährige Jungs mit einem Video, gedreht mit der Cam eines Handys, über Nacht zu Weltruhm kommen, sind definitiv vorbei. Der Beitrag von Dan Ackermann Greenberg auf Technorati zu diesem Thema ist ja schon beinahe legendär.

NZZ druckt am schärfsten

November 7th, 2008 von Bernhard Schmid

Niemand druckt so scharf wie die NZZ. Den vermeintlichen Beweis dafür habe ich heute Morgen in der Beilage NZZdomizil gefunden. Im wöchentlichen Bilderrätsel wird danach gefragt, wo sich die folgende Sprungschanze befindet:

Ich hätte es auch sonst erraten, aber diesmal war das Rätsel doch gar einfach. Sprungschanzen sind oftmals angeschrieben, und so erkennt man denn bei genauem Hinsehen…

… St. Moritz.