Im Bereich der Open Innovations sind zurzeit zwei verschiedene Tendenzen auszumachen. Unten stehend findet sich eine kurze, kritische Betrachtung der beiden Tendenzen:
1. Die Unternehmen versuchen möglichst vielen Konsumenten für Feedbacks zu gewinnen
2. Grössere Unternehmen kaufen kleine, innovative Firmen oder deren Ideen auf (Link)
1. Möglichst viel Feedback
Die erste Tendenz wurde hier auch schon diskutiert. Die Beispiele von Tchibo und Starbucks sind nur einige aus einer ganzen Liste. Auch Kraft Foods wandelt auf den Pfaden der Probierpioniere. Diese Plattformen haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung, haben aber nicht viel mit Open Innovations zu tun. Das Konzept der Open Innovations baut auf ein Geben und Nehmen zwischen Unternehmung und Konsumenten. Die Unternehmung sollte begeisterten Kunden die Möglichkeit geben, wirklich an Innovationen mitzuarbeiten. Dies kann geschehen, in dem die Kunden in den Entwicklungsprozess integriert und offene Schnittstellen geschaffen werden. Es geht nicht darum, mittels Produktsamples oder Gutscheinen möglichst viele extrinsisch motivierte Teilnehmer zu finden (z.B. mittels Cassiber oder WebStorm) und Feedback zu bestehenden Produkten abzufragen.
2. Ich kauf mir die Innovation
Dass kleine Firmen oftmals mehr Innovationskraft an den Tag legen, als grosse Unternehmen, ist nicht weiter verwunderlich. Grosse Firmen bringen meist starre Strukturen mit sich, die nicht gerade eine Inspirationsumgebung für neue Ideen darstellen. Selbst einer der grössten Innovatoren unserer Zeit, Google, kauft viele Ideen ein um sie dann selber weiterzuentwickeln (YouTube, Blogger.com, JotSpot, etc.). Diese Idee ist also nicht neu und ist meiner Meinung nach auch nicht eine reine Form der Open Innovations.
Fazit
Folgende Punkte sollten für eine erfolgreiche Integration von Open Innovations beachtet werden (Ergänzungen herzlich willkommen):
- Identifizierung von einer kleiner Gruppe motivierter Kunden
- Einbezug der Personen bereits bei der Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen
- Zugang zu Unternehmens-Know-how
- Zusammenarbeit mit der internen R&D-Abteilung
- Klare Aufgabenstellungen
- Einfache Collaborationsmöglichkeiten
- Wärtschätzung
Eine Plattformen, die viele der oben erwähnten Punkte erfüllt, ist Atizo, über die wir bereits hier berichtet haben. Im Moment sind gerade wieder mehrere spannende Projekte am Laufen.
Auf Unternehmensebene ist Lego wohl noch immer das Paradebeispiel.
Was sind für euch Paradebeispiele von Open Innovations?